Stadt!Gefühle

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Aline Haulsen & Sonja Kotylar

© Raquel Gomez

In der Stadt entstehen die unterschiedlichsten Gefühle. Sie entstehen durch bestimmte Dinge, die wir sehen, riechen, hören, schmecken. Aber auch durch unser Wissen oder unsere Erwartungen, die wir gegenüber einem Ort haben oder unsere Erinnerungen. Diese Gefühle prägen die Beziehung, die wir zu unserer Stadt haben. Fühlen wir uns wohl? Sind wir zuhause? Fühlen wir uns verantwortlich für unseren Lebensraum und sind wir bereit ihn zu gestalten?

Im Projekt Stadt!Gefühle haben die Bürger*innen von Hellersdorf ihre Nachbarschaft durch ihre verschiedenen Sinne erkundet und neue Eindrücke ihrer alltäglichen Umgebung gewonnen.
Es wurden nicht nur neue Sinneswahrnehmung gesammelt – wie eine duftende Blume oder eine nie bewusst wahrgenommene knallbunte Häuserwand – sondern auch altbekannte Wahrnehmungen diskutiert und hinterfragt: Riecht die Dönerladen zu jeder Zeit lecker für mich? Gibt es Tage, an denen mich das Rauschen der Autos mehr stört als an anderen? Durch den Austausch untereinander haben wir nicht nur gelernt, wie unterschiedlich Menschen ihre Umgebung wahrnehmen und mit welchen Gefühlen die Wahrnehmungen verbunden sind, sondern auch wie viel Spaß es machen kann, unsere Aufmerksamkeit aktiv und bewusst auf unsere Umgebung zu lenken!

© Raquel Gomez

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Aktiviere Sinne und Wahrnehmung: Experimentierstationen

Im Bürgergarten Helle Oase wurden zwei Stationen aufgebaut. An jeder Station wurden verschiedene Sinne angeregt – sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander. Die Teilnehmer:innen konnten einerseits raten, worum es sich bei den Objekten handelte, die gerochen, gefühlt, gesehen, geschmeckt und gehört wurden. Andererseits wurden sie gefragt, wie es ihnen während des Wahrnehmens ging: An was denkst du? Was empfindest du? Was hat dich überrascht?

Experimentierstation I:

Fühlen – Riechen


An dieser Stationen gab es verschiedene Oberflächen zu entdecken. Den Teilnehmer:innen wurde ein weißes Tuch über die Augen gebunden und sie betasten die Oberflächen mit ihren Händen. Zusätzlich wurden ihnen unterschiedlich riechende Gläser unter die Nase gehalten. 

Experimentiestation II:

Schmecken – Sehen – Hören


Die zweite Station befand sich an der Kräuterschnecke im Garten. Die Teilnehmer:innen setzten sich eine Kaleidoskop-Brillen auf. Mit den Brillen auf der Nase probierten sie die Pflanzen. Anschließend wurden ihnen Kopfhörer aufgesetzt, wodurch sie Musik und andere Geräusche hörten. Dann probierten sie erneut von den Pflanzen.

Auf Entduckungstour mit den Sinnen: Kiezspaziergang

Nachdem die Teilnehmer:innen im Bürgergarten Helle Oase ihre Sinne vielseitig genutzt haben, Spaß in der sinnlichen Erkundung von Objekten hatten und allgemein für ihre Wahrnehmungen sensibilisiert wurden, ging es auf einen kleinen Spaziergang durch die Nachbarschaft! Auf der Route gab es drei Fahnen zu finden. Jede Fahne markierte einen Ort, an dem es etwas Interessantes wahrzunehmen gab. Zusätzlich gab es die Möglichkeit zwei eigene Fahnen zu platzieren, wenn einem selber etwas Interessantes aufgefallen ist. Was wahrgenommen wurde und was den Teilnehmer:innen dabei durch den Kopf gegangen ist wurde schriftlich festgehalten und für die Ausstellung gesammelt.